verhaltensbedingte Kündigung

Verhaltensbedingte Kündigung Kündigungssachverhalt: Schlechtleistung, Minderleistung

Der Arbeitgeber darf regelmäßig eine Arbeitsleistung mittlerer Art und Güte erwarten. Oftmals sind Arbeitgeber geneigt, nach vorheriger Abmahnung eine Kündigung auszusprechen, wenn der Arbeitnehmer diese Arbeitsleistung nicht erbringt.

Aber auch hier kann einer Kündigung häufig, wenn nicht fast immer, mit Aussicht auf Erfolg entgegengetreten werden. Jeder Arbeitnehmer ist nämlich nur zu der Leistung verpflichtet, zu der er individuell auch in der Lage ist.

Ein Arbeitnehmer, der nur unterdurchschnittlich leistungsfähig ist (Krankheit, Behinderung, Alter, Beschränkungen der geistigen oder körperlichen Leistungsfähigkeit etc.), kann unter Umständen überhaupt keine Arbeitsleistung mittlerer Art und Güte erbringen. Dies wird von ihm auch nicht geschuldet! Dennoch versuchen Arbeitgeber gerade in derartigen Fällen, sich eines weniger leistungsfähigen Arbeitnehmers mittels einer verhaltensbedingten Kündigung zu entledigen. In der Regel ist eine Kündigung in derartigen Fällen nicht gerechtfertigt und deshalb unwirksam. Das gilt selbst dann, wenn der Arbeitgeber den Arbeitnehmer wegen seiner Minderleistung zuvor abgemahnt hat. Natürlich ist in einem solchen Fall auch eine Abmahnung unberechtigt. Wenn Ihr Arbeitgeber Ihnen kündigt, weil er mit Ihren Leistungen nicht zufrieden ist, sollten Sie generell eine Kündigungsschutzklage in Erwägung ziehen.

Ein Kündigungsgrund besteht allenfalls dann, wenn ein Arbeitnehmer seine Leistung bewusst zurückhält, wenn er also absichtlich weniger leistet als er leisten könnte.

Pfeil nach oben   Zurück zur Auswahl

Dies könnte Sie auch interessieren:

Überlastungsanzeige als "Vehikel", um an eine Abfindung zu kommen

Befinden Sie sich in der Situation, dass Sie überlastet sind? Werden Sie überfordert oder überfordern Sie sich selbst, um den Anforderungen Ihres Arbeitgebers zu genügen? Hat die Überlastungssituation dazu geführt, dass Sie mit Ihrem Arbeitsverhältnis insgesamt unzufrieden sind?

Dann drängt sich Ihnen vielleicht die Frage auf, ob es nicht besser ist, die "Reißleine" zu ziehen, bevor die ständige Überlastung und Überforderung zu einer psychischen Erkrankung führt: Nutzen Sie die Überlastungsanzeige als "Vehikel", um an eine Abfindung zu kommen! Wie bringen Sie mit einer Überlastungsanzeige Ihren Arbeitgeber unter Umständen dazu, sich mit Ihnen auf die Beendigung des Arbeitsverhältnisses und die Zahlung einer Abfindung zu verständigen?


Nächster Kündigungssachverhalt: Tätlichkeiten



Zuletzt aktualisiert März 2020

Online-Rechtsberatung Was kann ich für Sie tun?

Ihnen wurde aus verhaltensbedingten Gründen gekündigt? Oder haben Sie ein anderes arbeitsrechtliches Problem?

Mit der Online-Rechtsberatung steht Ihnen eine einfache und praktische Möglichkeit zur Verfügung, von mir schnell und "unbürokratisch" eine verbindliche Rechtsauskunft zu Ihrem Problem zu erhalten. Falls es Ihr Wunsch ist, kann ich Sie auch bei Ihrer eventuellen arbeitsrechtlichen Auseinandersetzung - außergerichtlich oder gerichtlich - vertreten.

Das sind die Vorteile einer Online-Rechtsberatung:

  • Sie müssen keine Terminabsprachen treffen.
  • Sie müssen nicht persönlich einen Rechtsanwalt aufsuchen.
  • Die Online-Rechtsberatung ist unkompliziert.

Was kostet die Online-Rechtsberatung? Wie ist der Ablauf?

Hier finden Sie alle Informationen zur Online-Rechtsberatung

 

Sie können aber auch anrufen, um einen Termin zu vereinbaren oder sich telefonisch beraten zu lassen:

Telefon ( 0 55 51 ) 97 61 - 0

Zum Anfang